Kursverluste im Portfolio ETF

Als wir diese Webseite Mitte 2015 freigeschaltet haben, war die Welt noch in Ordnung. Die Aktien- und Anleihenmärkte standen gut bis blendend da und Hauptproblem schien ein „Anlagenotstand“ zu sein. Offensive Anlageberater verkündeten über alle Kanäle Aktien seien „alternativlos“. Es hieß „jeder der noch auf die Nullzinsen reinfällt verliert“, mit „sicheren Anleihen verliert man garantiert“ und so weiter. Die meisten kritischen Kommentare, die wir von interessierten Anlegern in der zweiten Jahreshälfte 2015 bekamen, bezogen sich entsprechend darauf, dass die 60% Aktienquote beim Portfolio Total Return ETF als „zu niedrig“ eingeschätzt wurde .

Wir bezogen frühzeitig in der Presse gegen diesen Marketinglärm Stellung:

- im Handelsblatt 4.5.15: „Wenn ich höre, Dividenden sind die neuen Zinsen, antworte ich, Minus ist das neue Plus. Nur weil es keine Zinsen mehr gibt, werden risikoreiche Anlagen nicht risikoärmer“ 

- oder in Euro am Sonntag 23.5.15 

- sowie in der Süddeutschen Zeitung am 10.8.15.

Jetzt ist die Krise da, Aktien haben deutlich verloren. Über 30% Kursverluste in Schwellenländern, über 20% in vielen Industriestaaten wie dem DAX 30. Auch der Portfolio Total Return ETF hat vom 20.06.15 bis 20.01.16 etwa 9% verloren, der Portfolio Income ETF etwa 5,5%. Dem ersten Einbruch im Spätsommer folgte eine kleine Erholung um dann Anfang dieses Jahres umso schneller wieder auf neue Tiefststände einzubrechen.

Natürlich ist das nicht schön, aber aus unserer Sicht sind solche Schwankungen an den Märkten weder vorherzusehen noch zu verhindern. Die wissenschaftlichen Untersuchungen belegen recht deutlich, dass der Versuch kurzfristige Schwankungen zu vermeiden auf Dauer sehr viel Rendite kostet. Die Aktienquote von 60% im Portfolio Total Return und von 30% im Portfolio Income hat weiter ihre Daseinsberechtigung. Die Erläuterungen  warum wir dies unabhängig von den aktuellen Schwankungen an den Märkten für zielführend halten, finden Sie auf dieser Webseite unter „Welcher Anlegertyp bin ich“. Die dort Mitte 2015 formulierten Texte gelten ohne Einschränkung auch nach den jüngsten Turbulenzen.