Robo Advice und Fragebögen die keinem weiterhelfen

Was ist überhaupt Robo Advice?

Seit geraumer Zeit geistert ein Begriff durch Netz und Fachpresse: Robo Advice. Ein Trend, der aus Amerika kommt und der verspricht, einfach und günstig durch Kapitalanlage im Internet Geld zu machen.

Die Grundannahme von Robo Advice basiert hierbei auf der Annahme, dass eine gute Vermögensverwaltung nicht existiert und es lediglich um eine breite Streuung geht.

Programmiererfahrung ersetzt Fachwissen.

Die Köpfe, die hinter solchen Unternehmen stehen, haben meist wenig bis keinerlei Erfahrung in dem Metier der Geldanlage, denn die Anlagestrategie basiert nicht auf Know How, sondern Programmierung.

Das Risikoprofiling bei Robo Advice erfolgt über rund 10 Multiple Choice Fragen, mit denen  die persönliche Risikoneigung des Anlegers ermittelt wird. Ein Computer ersetzt somit den Berater und die dezidierte Entscheidungsfreiheit des Anlegers. Neben der fehlenden Kompetenz in der Verwaltung von Vermögen, fehlt somit gänzlich der menschliche Faktor und wird durch eine standardisierte Auswertungslogik ersetzt.

Zwischen versteckten Kosten und unberechenbarem Risiko

Im besten Fall ist eine solche Handhabung einfach naiv. Im schlimmsten Fall wird allerdings auch bereits überschuldeten Anlegern ohne Erfahrung ein Anlageprodukt mit 30% Aktienquote empfohlen. Das persönliche wie finanzielle Desaster ist hierbei vorprogrammiert.

Kein passendes Produkt für Jedermann

Aber auch ohne eine solche Fehleinschätzung, fallen einige Kosten und Mühen an, die bei Robo Advice häufig übersehen werden.

Da es sich bei den meisten Produkten um statische Depots handelt, besteht von Seiten des Anbieters nahezu kein Pflegeaufwand für dieses Modell, trotzdem soll der Kunde für diese Nicht-Dienstleistung laufend zahlen. Das Modell ist bei Venture Capital Investoren sehr beliebt und so lediglich für den Anbieter einfach und bequem, aber nicht für den Anleger. Im Gegensatz: Oft muss der Kunde weitere aufwändige Prozesse abwickeln – wie zum Beispiel eine neue Bankverbindung eröffnen, deren Gebühren sich dann zusätzlich zu den eigentlichen Gebühren der Anlageprodukte addieren.

Und was ist mit den Gewinnen?

Es gibt Anbieter, die zusätzlich zu den eigentlichen Gebühren noch eine Beteiligung an den Kapitalerträgen verlangen. Der Kunde trägt also alleine das Kapitalmarkt-Risiko, soll die Erträge dann jedoch teilen. Das klingt nicht nur absurd, es ist schlicht unfair.

Ist Robo Advice gar nicht zu empfehlen?

Die Idee, den Markt allen Interessenten zugänglich zu machen und nicht nur auf eine kleine Gruppe an Profis zu beschränken, begrüßen wir bei der Index Capital. Wir haben daher diesen Grundgedanken weiterentwickelt – zu einem sogenannten Peer-2-Peer Ansatz - Von Profis für Profis und jetzt für alle.

Hier setzen wir jedoch nicht auf einen Fragebogen und laufende Gebühren, sondern auf Sie als mündigen Bürger, der sich entsprechend seiner Interessen und finanziellen Mittel das Produkt aussucht, das zum ihm passt.

Wir zeigen Ihnen die Experten und Möglichkeiten – und Sie entscheiden vollkommen frei.